Funktionsdiagnostik und -therapie

Die Funktionsdiagnostik und -therapie ist einer unser drei Tätigkeitsschwerpunkte.

Dr. Heylmann hat eine zusätzliche  zweijährige zertifizierte Ausbildung, ein sogenanntes Curriculum, in diesem Teilgebiet der Zahnheilkunde absolviert, und steht Ihnen in unser Praxis als Spezialist in diesem Gebiet zur Verfügung.

Dieses Spezialgebiet der Zahnheilkunde beschäftigt sich mit der Therapie der Kraniomandibulären Dysfunktion (CMD).

CMD ist ein Überbegriff für Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke, welche häufig mit starken Schmerzen einhergehen. Häufige Beispiele hierfür sind  Schmerzen der  Kaumuskulatur, Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks (Arthritis).

Um die Ursache der Beschwerden zu finden und eine geeignete Therapieform einzuleiten ist zunächst  die Funktionsanlayse erforderlich.

Funktionsanalyse

Eine Funktionsanalyse (=FAL) dient der Befunderhebung funktioneller Parameter von Okklusion (dem Kontakt der oberen und unteren Zähne beim Zusammenbeissen und bei Bewegungen) , Muskeln und Gelenk.
Dies spielt eine große Rolle bei durch Fehlbelastungen innerhalb dieses Systems entstandenen Schmerzen, z.B. Kiefergelenkproblemen, Beschwerden an Kau-, Kopf oder Nackenmuskulatur. Man spricht dann von einer Kranio-mandibulären Dysfunktion (CMD).
Ebenfalls ist die Berücksichtigung aller funktionellen Parameter  sehr wichtig vor der Anfertigung umfangreicheren  laborgefertigten Zahnersatzes.

Hierzu benötigt man je eine Ober- und Unterkiefer-Abformung, die zur Herstellung der Situationsmodelle gebraucht werden.
Die Position des Oberkiefers wird mittels eines Gesichtsbogens schädelbezüglich festgehalten. Der Gesichtsbogen orientiert sich an reproduzierbaren Schädelpunkten und dient zur Übertragung des Oberkiefers in den Artikulator (Gerät zur Imitation des Zusammenspiel von Oberkiefer, Unterkiefer  und Kiefergelenk).
Mittels einer individuell für Sie hergestellten Zentrikplatte wird in einer zweiten Sitzung der Unterkiefer gegen den Oberkiefer festgelegt. Dadurch ist Ihre individuelle Gebisssituation genau in den Artikulator übertragen und es können außerhalb des Mundes Fehl- bzw. Frühkontakte herausgefunden und Kiefergelenkprobleme diagnostiziert werden.

Nach Sammlung der Befunde ist es nun möglich, Kiefergelenkprobleme therapeutisch anzugehen und eventuell notwendigen Zahnersatz korrekt zu planen.

Zusätzlich kann es in manchen Fällen notwendig sein, nicht nur die Schlussbisslage, sondern auch die Bewegungsbahnen in den Artikulator zu übertragen. Dazu dient uns ein elektronisches Messverfahren (Cadiax®).

Schienentherapie bei Kiefergelenkproblemen

Im Anschluss an die FAL schließt sich je nach Diagnose eine Schienentherapie als mögliche Therapieform  an.
Es handelt sich dabei um eine Aufbissschiene, die über den Oberkiefer oder den Unterkiefer geschoben und vor allem nachts getragen wird. Durch die Aufhebung der Fehlbisslage bzw. der Fehlkontakte kann sich die Muskulatur entspannen und die Beschwerden des Kiefergelenkes verringern.
Neben der Kiefergelenk-Therapie können Schienen sinnvoll auch als prophylaktische Maßnahme bei Patienten angewendet werden, die nachts mit den Zähnen knirschen bzw. pressen (= Bruxismus). Diese Schutzschienen bewahren den Zahn vor übermäßigen Abrieb der Zahnhartsubstanz.