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Kinder- und Jugendzahnheilkunde

Diagnostik

Modernste Diagnostik – Karies früh und zuverlässig erkennen.

Kariesrisikobestimmung

Die Einschätzung des Kariesrisikos ist wichtig, um die weitere Betreuung bzw. Behandlung individuell und gezielt zu planen.

Hierfür untersuchen wir nicht nur die Zähne ihres Kindes in Bezug auf  Karies, Oberflächenstruktur, Zahnstellung, Zustand alter Füllungen, etc. sondern machen auch eine sorgfältige Bestandsaufnahme bezüglich des Ernährungsverhaltens, der Putzgewohnheiten, der Fluoridanwendung, etc. Auf Wunsch untersuchen wir die Beschaffenheit und Zusammensetzung des Speichels, da er den natürlichen Reparaturmechanismus der Zähne darstellt.

Digitales Röntgen

In einigen Fällen ist ein Röntgenbild des Kiefers sinnvoll. Bei neuen Patienten machen wir ein Übersichtsbild, um die Zahnentwicklung zu analysieren und Krankheiten auszuschließen.

Bei kariesaktiven Kindern gibt ein Detailbild der Zahnkronen –eine sogenannte Bissflügelaufnahme-  frühzeitig Aufschluss über Karies an den nicht einsehbaren   Zahnzwischenflächen.

Beide Untersuchungen erfolgen unter Anwendung von moderner digitaler Röntgentechnik, wodurch die Strahlenbelastung auf das mögliche Minimum reduziert wird.

Entspannungstechniken bei der Kinderbehandlung

Sie haben sicher schon bemerkt, dass Kinder manchmal schwer ansprechbar sind, wenn sie konzentriert spielen. Sie befinden sich dann in einem trance-ähnlichem Zustand. Spezielle Ent­spannungs­techniken, die an die moderne klinische Hypnose nach Milton Erickson angelehnt sind und ebenfalls einen trance­ähnlichen Zu­stand hervor­rufen, können auch bei der Kinder­behandlung ein­gesetzt werden.

Es werden Geschichten erzählt, die dazu dienen, die Aufmerk­samkeit der Kinder von der Zahn­behandlung fortzuführen. Selbst wenn Sprache und Erzählung manchmal etwas konfus klingen, so geschieht das mit voller Absicht. Diese Technik ist eine wirksame Methode um Ihr Kind in einem angenehmen Trance- Zustand zu führen. Die Be­handlung beim Kinder­zahnarzt wird dann zur Nebensache.

Fissurenversiegelung

Die Versiegelung der Kauflächen ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme zur Vermeidung von Karies.

Vorgehen bei Versiegelungen

Kariesanfällige Zähne sollten rechtzeitig versiegelt werden. Die Zähne müssen komplett durchgebrochen und die Schmelzreifungsphase abgeschlossen sein. Der Zahn muss ausreichend trockengelegt werden. Falls durchbrechende Zähne stark kariesgefährdete Fissuren aufweisen, sollte bis zum Zeitpunkt der Möglichkeit einer korrekten Trockenlegung die Fissur durch Applikation von Fluoridlack geschützt werden. Eventuell kann auch eine geringgradige Erweiterung der Fissur notwendig sein. Dann wird je nach Ausdehnung der Karies eine Fissurenversiegelung oder eine kleine Füllung in Kombination mit der Versiegelung vorgenommen. Vor Versiegelung mit Kunststoffen wird der Zahn geätzt. Nach dem Auftragen und Aushärten des Versieglers muß die Okklusion überprüft werden. Zum Schluss wird der Zahn fluoridiert. Als Versiegelungsmaterialien werden heute Kunststoffe verwendet.

Füllungen

Welche Füllungsmaterialien stehen zur Verfügung?

In unserer Praxis stehen zur Versorgung der Milchzähne und der bleibenden Zähne sehr hochwertige Kunststoffe (Komposite und Kompomere) und Glasionomerzemente zur Verfügung. Die Zementfüllungen haben eine leicht gelbliche Farbe, sind etwas weicher als Kunststoff und werden von der Gesetzlichen Krankenkasse vollständig bezahlt. Die Kunststoff-Füllungen sind zahnfarben, besonders glatt und zeichnen sich durch eine hohe Belastbarkeit und Haltbarkeit aus. Die Kosten werden von der Krankenkasse jedoch nur anteilig getragen.

Jugendzahnheilkunde

Unser spezialisiertes Team kümmert sich und motiviert Ihr Kind altersgerecht. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und individuelle Prophylaxe schaffen eine Vertrauensbasis und führen an eine konventionelle Therapie im Erwachsenenalter heran.

Kinderkronen

Wenn ein Milchzahn schon sehr weit durch Karies zerstört ist und er mit einer Kunst­stoff­füllung nicht mehr auf­gebaut werden kann, können Kinder­kronen im Seiten­zahn­bereich und im Front­zahn­bereich ein­gesetzt werden.

Stahlkronen

Stahlkronen sind speziell konfektionierte silberne Kronen für die Milch­molaren (Backen­zähne). Diese „Ritter­kronen“ er­halten die Kau­funktion, bis an ihrer Stelle die bleibenden Zähne durch­brechen.

Kunststoffkronen

Diese zahn­farbenen Kronen erfüllen neben guter Funktion auch hohe ästhetische An­sprüche und sehen aus wie ein gesunder Zahn.

Frontzahnkronen

Bei den Frontzahn­kronen für Milch­zähne handelt es sich um Kunst­stoff­käppchen, die an den Zahn mit speziellen Klebe­verfahren angebracht werden. Dieses Ver­fahren kann angewendet werden, wenn noch aus­reichend gesunde Zahn­hart­substanz vorhanden ist, denn nur an dieser haftet der Kunst­stoff. Gerne zeigen wir Ihnen in unserer Kinder­zahn­arzt­praxis die ver­schiedenen Therapie­mög­lichkeiten.

Kinderprothesen

Verlieren Kinder durch Unfall, Krankheit oder Karies mehrere Zähne, ist es wichtig, dass Nahrungsaufnahme und gesunde Sprachentwicklung gewährleistet bleiben. Durch zierliche Kinderprothesen aus Kunststoff werden die Kau- und Abbeißfunktionen wieder hergestellt. So kann jedes Kind kauen, sprechen und sich unbeschwert mit Spielkameraden und Geschwistern weiterentwickeln.

Knirscherschienen

Nächtlicher Bruxismus (Knirschen) beginnt häufig mit dem Durchbruch der ersten Zähne. Ungefähr 20 % der Kinder knirschen und ca. 8 % der Jugendlichen bzw. Erwachsenen. Faktoren die zu Bruxismus führen werden sehr kontrovers diskutiert.

Wenn Sie entdecken, dass Ihr Kind knirscht, ist ein Besuch beim Kinderzahnarzt empfehlenswert. Der Kinderzahnarzt wird die Zähne Ihres Kindes auf »abgeknirschten« Schmelz und auf kieferorthopädische Probleme der Zähne untersuchen, er wird auf ungewöhnliche Abnützung der Zähne, auf Risse in der Zahnhartsubstanz, Empfindlichkeit und eventuelle psychologischen Faktoren, die zum Knirscherverhalten beitragen könnten, achten.

Der Kinderzahnarzt kann dann einen angemessenen Behandlungsplan für Ihr Kind erstellen, der z.B. bei Gefährdung von bleibenden Zähnen (meistens Kinder über 9 Jahre) eine Schutzschiene für nachts beinhalten kann. Ähnlich wie ein Mundschutz, der von Sportlern getragen wird, wird eine nächtliche Schutzschiene in Fällen eingesetzt, wenn die Zähne der Kinder durch das Knirschen beschädigt werden oder wenn dadurch Gesichts- oder Kieferschmerzen auftreten. Die Schienen werden individuell gefertigt und während des Schlafens getragen.

Die meisten Kinder hören mit dem Knirschen im jugendlichen Alter auf.

Lokale Betäubung – kindgerecht

Zahnschlafmarmelade und Zahnschlaftropfen

Die Kinder sollen die Behand­lung schmerzfrei erleben, wes­halb meistens eine lokale Be­täubung des zu be­handelnden Zahnes not­wendig ist.

Zunächst erfolgt immer die lokale Be­täubung der Ein­stich­stelle durch ein Ober­flächen­anästhetikum. Unseres schmeckt nach Him­beere und wird „Zahn­schlaf­marmelade“ genannt.

Die eigent­liche lokale Be­täubung das Geben von „Zahn­schlaf­tropfen“ erfolgt also für ihr Kind schmerz­frei.

Bitte ver­meiden Sie bei kleinen Kindern auch die Ver­wendung anderer, negativ belegter Worte wie Spritze oder pieksen.
Die Wirkungs­dauer der Anästhesie ist von Kind zu Kind unterschied­lich. Nach der Be­handlung sollte das Kind 1-2 Stunden nichts essen und Sie sollten darauf achten, dass es sich nicht auf die Lippe beisst.

Platzhalter

Sehr stark zerstörte oder entzündete Milchzähne müssen zum Schutz des unter  ihnen liegenden Zahnkeimes des bleibenden Zahnes entfernt werden. Milchbackenzähne haben jedoch eine wichtige „Platzhalterfunktion“ für die bleibenden Zähne. Deshalb ist in solchen Fällen die Eingliederung eines Platzhalters notwendig um eine gesunde Entwicklung der Kiefer zu gewährleisten. Ob ein festsitzender oder abnehmbarer Platzhalter zu bevorzugen ist, muss im Einzelfall entschieden werden. In unserer Kinderzahnarztpraxis zeigen wir Ihnen gerne herausnehmbare und festsitzende Platzhalter für das Milch- und Wechselgebiss.

Prophylaxe

Durch regelmässige Prophylaxe können junge Zähne bis ins hohe Alter gesund bleiben.

Als Kinderzahnarzt bieten wir Ihnen individuelle Kinder-Prophylaxe an. Dazu gehört je nach Alter des Kindes und Bedarf unter anderem die individuelle Mundhygiene-Instruktion, Versiegelung, Ernährungsberatung, Speicheltests und Fluoridierung der Zähne.

Kinder von 6 bis 18 Jahren bekommen von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse eine individuelle Prophylaxesitzung 2x jährlich. Dabei wird alle 6 Monate  der Belag auf den Zähnen angefärbt und der Entzündungsgrad des Zahnfleisches gemessen. Dann wird den Kindern die richtige Zahnputztechnik demonstriert und die Ursachen der Kariesentstehung erklärt. Zum Abschluss wird der Zahnschmelz mit Fluoridcreme gehärtet

Vorsorge in der Schwangerschaft

Vorbeugen für das Kind!

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Kinder von Müttern, die während der Schwanger­schaft regelmäßig prophylak­tisch betreut wurden, weniger Karies bekommen.

Denken Sie jetzt auch an ihre Zähne

Denn gerade in dieser Zeit sind sie auf­grund der hormonellen Um­stellung anfälliger für Zahn­fleisch­entzündungen. Lassen Sie Ihre Zähne in den ersten Schwangerschafts­monaten oder davor von Ihrem Zahnarzt kontrollieren. Gönnen Sie sich in der Schwanger­schaft eine regel­mäßige professionelle medizinische Zahn­reinigung.

Speicheltest

Bestimmen Sie mit Hilfe eines Speichel­tests, der von ihrem Zahnarzt durch­geführt werden kann, ihr Kariesrisiko. Sollte Ihr Kariesrisiko „hoch” eingestuft werden, kann durch eine anti­bakterielle Therapie der größte Teil der Karies­erreger eliminiert werden. Wenn in Ihrem Mund eine geringe Anzahl dieser Erreger vorhanden ist, können Sie Ihr Kind nicht anstecken.